Kaum sind die ersten Frösche angeschafft, kann man sich getrost an die Beschaffung des geeigneten Futters machen... HALT! - Natürlich ist es von essentieller Wichtigkeit, sich vor dem Kauf der Frösche mit den verschiedenen Futtertierarten vertraut zu machen und diese bereits geregelt zu züchten oder anderweitig zu beschaffen, bevor man seine Terrarien besetzen kann. Damit ein Überblick über die - zugegebenermaßen vielfältigen - Futterinsekten gelingt, bemüht sich diese Seite um eine möglichst umfassende Darstellung.

 
Fruchtfliegen Ofenfischen Springschwänze
weiße Asseln Grillen Schaben
Motten und Raupen Blattläuse Regenwürmer
Heuschrecken Stubenfliegen Schlupfwespen

grundsätzliches: Futterinsekten kann man kaufen oder, ... was meistens (!) mehr Spaß macht, selber züchten. Hinsichtlich der Größe der Futtertiere (alle Frösche fressen Insekten, Vegetarier gibt es in der Klasse der Amphibien mit Ausnahme der Larvalstadien nicht) unterscheiden sich Frösche enorm, und man muss eine Auswahl für seine Bedürfnisse treffen. Pfeilgiftfrösche bevorzugen zumeist kleine Beutetiere, wohingegen unter den Laubfröschen regelrechte "Vielfraße" existieren, die alles in sich hineinstopfen, was sie gerade noch überwältigen können. Enorm wichtig ist eine möglichst abwechselungsreiche Ernährung unserer Pfleglinge, was natürlich beinhaltet, dass die Futtertiere vor ihrem Verfüttern selbst ordentlich gefressen haben, damit ihr Nährstoffgehalt für die Frösche aufgewertet ist ("gut-loading"). In den Sommermonaten kann man geeignetes Futter auch draußen in Form von Wiesenplankton "ernten", vorausgesetzt, man kennt sich mit den geltenden Artenschutzregelungen für Insekten aus (geschützt sind nämlich Caliptamus ilaticus, die italienische Wanderheuschrecke, das Heupferd und andere seltene Heuschreckenarten, viele Schmetterlinge und Käfer sowie die Weinbergschnecke, letztere wird zugegebenermaßen als Froschfutter auch weniger in Betracht kommen) und hat möglichst unbelastete Grünflächen in erreichbarer Nähe. Einige praktische Tipps zum Fangen von Wiesenplankton finden sich unter Tipps & Tricks der Froschhaltung.

 
Fruchtfliegen (Drosophila)

Drosophila melanogaster, die kleine Frucht- oder Essigfliege

Drosophila hydei, die große Frucht- oder Essigfliege

Fruchtfliegen stellen mit Sicherheit die wichtigste Nahrungsquelle für kleine Froscharten wie Pfeilgiftfrösche und Mantella spp., aber auch für junge Laubfrösche dar. Es empfiehlt sich, Fruchtfliegen als stummelflügligen Ansatz zu züchten, weil das ihre Verfütterung enorm vereinfacht. Während die große Fruchtfliege etwa drei Wochen für ihre Entwicklung benötigt, sind es bei D. hydei nur ungefähr zwei Wochen.

Für das Zuchtmedium gibt es wahrscheinlich so viele Rezepte wie es Züchter gibt. Ich verwende mit gutem Erfolg eine Mischung, die nicht zur Schimmelbildung neigt, und deren Zutaten man beliebig zu Hause vorrätig halten kann. Mit diesem Rezept fülle man 8-12 Ansätze (ich verwende hierfür 500 ml Plastikbecher, die mit Holzwolle überschichtet und mit einem Stück Nylonstrumpf verschlossen werden):

  • 1 Pckg. Haferflocken
  • 1 Pckg. Weizenkleie
  • 150 g Hundeflocken
  • 1 Glas Apfelmus oder eingekochte Pflaumen
  • 500 ml Wasser
  • einen Schuss Essig
  • zwei Messlöffel Mineralstoff- und Vitaminpulver
  • 1 Tüte Trockenhefe

Die Zucht gelingt besonders gut bei Temperaturen um 25 °C. Über 28 °C vermehren sich die Fliegen nicht mehr. 

Um den Nährstoffgehalt der Fliegen aufzuwerten (sog. "gut-loading"), überführe ich die Fruchtfliegen ein bis zwei Tage vor dem Verfüttern in frisches Zuchtmedium ohne Holzwolle. Man sieht nach dieser kurzen Zeit sehr gut die prallen Leiber der Fliegen. Selbst diese Gläser geben einige Wochen später wieder eine respektable neue Generation von Fliegen, obwohl die "Animpfzeit" nur kurz war. 

Man kann die Ausbeute einer Fruchtfliegenkultur steuern: Impft man mit sehr vielen Fliegen an, dann entwickelt sich die nachfolgende Generation explosionsartig und zeitgleich. Man hat also über einen kurzen Zeitraum sehr viele Fliegen zur Verfügung. Wird dagegen eine kleinere Menge "Starter"-Fliegen verwendet, dann bleibt die Kultur lange und kontinuierlich intakt. Will man den frühestmöglichen Entnahmezeitpunkt vorverlegen, kann man einer neuen Kultur auch noch Maden zusetzen. 

Das vorschnelle Ausbrechen von Futterinsekten kann man verhindern, indem man diese in einen Becher oder ein Glas schüttet, in dem ein spitzenwärts abgeschnittener Trichter steckt. 

Schimmel in Drosophilazuchtkulturen wird durch Zusatz von Essig gehemmt. Außerdem kann man Schimmel vermeiden, indem man sehr viele Fliegen zum "Animpfen" einer neuen Kultur verwendet 

Milben in der Drosophilazucht hemme ich durch mit Spüliwasser gefüllte Blumenuntersetzer, in denen die Zuchtansätze stehen, an der Ausbreitung. Die fehlende Oberflächenspannung lässt die Milben ertrinken... 

Man kann sich gut lästiger, freilaufender/-fliegender Drosophila im Zimmer entledigen, wenn man eine Schale mit Apfelsaft und einem Schuss Spüli aufstellt. 

Weitere interessante Tipps sowie weitere Zuchtrezepte finden sich in der hervorragenden Sektion von Thomas Schäffers Froschseite unter der Rubrik

Drosophila

 
 

Springschwänze

Springschwänze sind ein sehr geeignetes Futter für alle kleinen und die meisten größeren Pfeilgiftfroscharten und vor allem deren Nachzuchten. Springschwänze sind Insekten, fast jeder Topfpfanzenbesitzer pflegt gleichzeitig die Springschwänze, ohne es zu wissen. Sie siedeln sich bevorzugt zwischen dem Blumentopf und dem -untersetzer an. Man kann Springschwänze, die übrigens auch im Waldboden häufig sind und in der Landwirtschaft regelrecht bekämpft werden, in allen möglichen Substraten vermehren. Bei mir haben sich stapelbare Plastikdosen von etwa 5 Liter Inhalt bewährt. Als Substrat oder Unterlage verwende ich Torfscheiben oder Presskorkplatten ("Dachdeckerkork"), denn man kann sie auf den Platten perfekt anheben, um sie in die Terrarien zu blasen. Die Plastikdosen haben keine Luftlöcher, sie stehen bei etwa 25 °C Temperatur. Gefüttert werden Springschwänze bei mir alle 2-3 Tage mit einer Mischung verschiedener Fischfutter. Sie fressen allerdings auch sehr gerne Pilze, so dass ich immer eine Tüte mit Champignonscheiben im Gefrierschrank habe. Am besten man besprüht die Platten und streut dann die Futtermischung auf. Schimmel bildet sich nur dann, wenn zuviel Futter zugeführt wurde, das die Tiere in der Kürze der Zeit nicht bewältigen können. Ihre "Liebe" für Pilze reicht aber so weit, dass sie sogar Schimmel(pilze) und auch Trockenhefe (Hefepilze) fressen. Unter den richtigen Bedingungen ein leicht und schnell zu züchtendes Futtertier.

Barbecue-Holzkohle (nicht von Conifera) ist eine anderes Material, auf denen man gut Springschwänze züchten kann. Holzkohle zunächst in Plastikbeutel für einige Tage mit Wasser einweichen. Dann wird die Kohle in Plastikboxen bis zu einer Höhe von ca. 6-10 cm eingefüllt. 5-10 mm Wasser einfüllen. Keine Luftlöcher. Wenig von Lars' Patent Springtail Fodder (Cous-cous mit ein bisschen Spirulina) alle drei Tage über die Kultur streuen. Mit Springschwänzen animpfen. Frösche füttern, indem man zwei Stücke Holzkohle herausnimmt und im Terrarium gegeneinander klopft. Danach zurück in die Kulturbox. - Lars Österdahl (Swedish Dartfrog Society)

Man kann mittlerweile sogar tropische Springschwanzansätze von befreundeten Terrarianern erhalten, die sich bei mir recht ähnlich pflegen lassen. Lediglich hinsichtlich der Temperatur dürfen es einige Grad zusätzlich sein. Tropische Springschwanzarten sind u.U. dunkel gefärbt, weshalb sie von den Fröschen nicht ganz so leicht gefunden werden. Man kann sie daher auch sehr gut im Terrarium züchten. 

Weitere interessante Tipps über Springschwänze finden sich in der hervorragenden Sektion von Thomas Schäffers Froschseite unter der Rubrik Springschwänze, welche schon einmal als Artikel in der REPTILIA erschienen ist. Hier beschreibt er sogar die Zucht von Springschwänzen mitten im Wohnzimmer!

 

Ofenfischchen

Ofenfischchen sind für die Ernährung von vielen Pfeilgiftfroscharten und heranwachsenden Laubfröschen gut geeignet.

Bei der einen oder anderen empfindlichen Ehefrau oder Freundin sollte dieses Futtertier jedoch besser im verborgenen gezüchtet werden. Dafür ist die Zucht aber auch denkbar einfach. Ofenfischchen sehen Silberfischchen nicht unähnlich und sind bestimmt mit ihnen verwandt!

Sie gedeihen einfach himmlisch in großen, dicht schließenden Plastikeimern, die man auf die Vorschaltgeräte von Leuchtstoffröhren oder auf Heizkabel stellt. Der Ofenfisch an sich ist ein genügsamer Bursche, er bevorzugt dieselbe Fischfuttermischung, mit der ich auch meine Kaulquappen, Springschwänze und weißen Asseln füttere. Lediglich hinsichtlich der Temperatur ist er anspruchsvoller: 40-50 °C gefallen ihm (vgl. "Ofen"fischchen). Bei diesen Temperaturen sind die Jungs rasend schnell und fast nicht mehr zu stoppen, weshalb ich sie immer in der leeren Badewanne abfülle.

Man kann als Substrat sehr gut ineinander gesteckte Eierkartons verwenden. Darin vermehren sich die Tierchen nicht nur, sie fressen ihre Unterlage sogar, wenn nicht genügend alternatives Futter bereitsteht. Das ist auch der Grund, warum Leute mit gut sortierter Bibliothek besser keine Ofenfischchen halten sollten... Als Feuchtigkeitsquelle hat sich feuchte Watte oder zusammengeknülltes Küchenpapier bewährt.

Weitere interessante Tipps über Ofenfischchen finden sich in der hervorragenden Sektion von Thomas Schäffers Froschseite unter der Rubrik

Ofenfischchen

 

Grillen

Gryllodes sigillatus - Die Kurzflügelgrille

von Dennis Klingelhöfer @ www.fantasticfrogs.de 

Die Kürzflügelgrille als Futtertierzucht, eignet sich besonders für alle Terrarianer, die regelmäßig Kleinstfutter benötigen. Sie ist überaus produktiv, nach Friederich/Volland (1992) soll ein Weibchen in einer Woche 250-300 Nachkommen, in Ihrer fruchtbaren Lebenspanne von 6 Wochen somit bis zu 1800 kleine Grillen in die Welt setzen! Das, und die Tatsache, dass die Grillen unmittelbar nach dem Schlupf mit ca. 2,5 mm Größe in den Regionen der kleinen Drosophila angesiedelt sind, hat ihr auch den Beinamen Froschgrille eingebracht! Die geschlüpften Kurzflügelgrillen wachsen im vergleich zu anderen Grillen langsam und stehen etwa bis zu zwei Wochen als Kleinstfuttertier zur Verfügung. Erst danach erreichen sie die Größe von "Mikroheimchen". 

Vor der Anschaffung sei jedoch vor ausgebrochenen, und in den Wohnraum geflüchteten, Grillen gewarnt. Sie vermehren sich zwar nicht weiter und richten auch keinen materiellen Schaden an, aber ein verschanztes Grillenmänchen im Wohnzimmer, welches heftig um Weibchen wirbt, kann einem schon den letzten Nerv rauben.   

Die Kurzflügelgrille züchte ich seit etwa 2 Jahren in einem handelsüblichen Plastikterrarium mit den Abmessungen BHT: 45/30/25 cm. Der Behälter sollte eine Höhe von 30 cm nicht unterschreiten, um die sprung- und ausbruchfreudigen Grillen im Zaum zu Halten. Zusätzlich habe ich die zu großen Lüftungslöcher des Behälters, mit Nylon-Fliegendraht abgeklebt. Unter dem Behälter befindet sich eine Heizmatte mit 15 Watt Leistung. So erreiche ich Temperaturen von 25-30 Grad C. 

Im Zuchtbehälter befinden sich einige Eierkartons und Papprollen, die von den Grillen gerne als Behausung angenommen werden. Weiterhin habe ich eine Vogeltränke mit Klettklebeband an der Scheibe befestigt. In die Trinköffnung lege ich Filterwatte aus dem Aquaristikbedarf, um die Grillen vor dem Ertrinken zu schützen. Die Tränke reinige ich täglich und fülle frisches Wasser auf.

Als Trockenfutter gebe ich hauptsächlich Fischfutterflocken, das hat den Vorteil, dass ich kein Fleisch zufüttern muss. Kaninchenpellets werden bei mir nur genommen, wenn ich die Pellets vorher leicht anfeuchte. Dafür stürzen sich die Grillen regelrecht auf das Grillenpulver von Nekton. Ausserdem eignen sich Paprikapulver und Spirulinaflocken.

Zusätzlich muss natürlich täglich Frischfutter gegeben werden. Unter anderem werden gerne Salat, Löwenzahn, Stückchen der Salatgurke und Apfel genommen.

Zur Zucht benötigt man noch ein geeignetes Eiablagegefäss. Ich nehme einen Kunststoffbecher aus dem Fleischereibedarf mit einem Durchmesser von etwa 10 cm und einer Höhe von 5 cm. In diese Dose wird etwa 4 cm hoch ein Erd-Sandgemisch aufgefüllt. Auf Torf verzichte ich aus Umweltgründen. Optional kann man das ganze noch mit Torfersatz lockern. Das Gemisch muss immer feucht gehalten werden, jedoch muss darauf geachtet werden, dass es nicht richtig nass wird! 

Der Eiablagebehälter wird alle 7 Tage ausgetauscht. Beim Hantieren im Zuchtbehälter, sollten die Unterarme kleidungsfrei sein, um heraufkletternde Grillen rechtzeitig zu bemerken! Ich gebe den herausgenommenen Behälter in eine separate Plastikdose aus dem Haushaltswarenbedarf von etwa 11 cm Durchmesser und 20 cm Höhe. In den Schraubdeckel habe ich vorher mit einer Lochkreissäge ein Loch von etwa 8 cm Durchmesser eingebracht, welches dann mit Fliegengaze verschlossen wurde. Diesen Behälter stelle ich auf eine Heizmatte, oder auf die Drossel einer Leuchtstoffröhre. Nach etwa 7 - 10 Tagen, in denen das Gemisch weiterhin feucht gehalten wird, schlüpfen die Babygrillen. Jetzt gebe ich ein Stück einer Papprolle hinzu, das gerne als Sitzplatz angenommen wird und später beim Verfüttern sehr hilfreich ist, da man das Papprollenstück nur herausnehmen muss und die darauf sitzenden Grillen abklopfen kann.

Die frischgeschlüpften Babygrillen lassen sich jetzt hervorragend mit Fischaufzuchtfutter, Paprikapulver, Spirulinapulver, Blütenpollen, Salat und Löwenzahn anfüttern und ergeben so ein hochwertiges Futtertier!

Natürlich müssen immer einige Grillen zurück in den Zuchtbehälter, damit die Zucht nicht zum Erliegen kommt. In den 2 Jahren ist mir die Zucht nur einmal eingebrochen. Anscheinend haben zu große Futtereste Milben angelockt. Der Zuchteinbruch ging mit einer deutlich wahrnehmbaren Geruchsbildung einher. Ich empfehle, nur soviel Futter zu geben, wie an einem Tag gefressen wird. Wenn dies eingehalten wird ist eine Generalreinigung alle 6 Monate vollkommen ausreichend.

Für mich ist die Zucht der Kurzflügelgrille eine feine Sache. Sie ist mit wenig Aufwand verbunden und eine gute Futterergänzung für meine Dendrobatiden! 

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Wachs- und Lebensmittelraupen

Gerade Lebensmittelraupen können ein ernsthaftes Problem als Schädlinge in Wohnungen darstellen, weil sie sich augenblicklich in jedem flocken-, müsli-, getreideähnlichem Substrat im gesamten Haus wieder finden, wenn man die Zucht nicht peinlich genau unter Kontrolle hat. Trotzdem sind sie ein Leckerbissen, der für fast alle Frösche geeignet ist. Da sie sehr fettreich sind, sollte man mit ihrer Verfütterung sparsam sein. Nicht nur die Raupen, sondern auch die Motten werden begeistert angenommen!

Für die Zucht sind Wärme und ein körniges, trockenes Nährsubstrat erforderlich. Außerdem brauchen die Motten freien Flugraum, um sich zu paaren. Die Zuchtbehälter müssen ausreichend gut gelüftet sein, weil der Ansatz sonst durch die Eigenwärmeproduktion der Raupen anfängt zu schimmeln. Allerdings müssen die Lüftungsflächen unbedingt mit feinster (0,1 mm Maschenweite!!!) Drahtgaze verschlossen sein, weil sonst die Raupen ausbrechen und sich an allen Gegenständen des Raumes verpuppen!

Ein Rezept (Dank an Tommy) sieht wie folgt aus:
1 l Glycerin
1 kg Honig
1 kg Weizenmehl
1 kg Weizenkeime
Alles mit Teigrührer vermischen. Sollte der Brei zu matschig sein, einfach mehr
Mehl hinzugeben bis der Brei krümelig aber leicht feucht ist.
Funktioniert sehr gut, wichtig ist die Temperatur ab 28° aufwärts und austrocknen
darf es nicht!
 

Ein sensationeller Bericht zur Zucht von Motten findet sich bei Martin Huber @ www.froschlurche.de.

 

weiße Asseln

Zusammenstellung von Martin Huber @ www.froschlurche.de 

zum Thema Zucht der weißen Assel

  • Zu bekommen sind sie u. a. bei der Futtertierzucht von Stephan Otto. Auf deren HP http://www.kerf.de gibt es auch ein Bild dieser Asseln: http://www.kerf.de/shop/bilder/weisse_asseln.jpg

  • Vermehren tu ich sie nur nebenbei in einer Heimchendose mit feuchtem Kokoshum und einem kleinen Stück Rinde als Versteck (darunter halten sie sich primär auf). Die Rinde braucht man nur, weil das die einzige mir bekannte Methode ist, sie aus dem Substrat rauszulocken. Ansonsten bauen sie gerne Gänge nach unten. Zur Eiablage bevorzugen sie eh ein etwa tieferes Substrat (4 - 5 cm). Die Heimchendose steht in einem geheizten
    Futtertierzuchtschrank. Gefüttert werden sie mit Fischfutterflocken die ich unter die Rinde streue und anfeuchte.
    Dankbare Tierchen, die gerne alle Arten von Springschwanzfutter wegfuttern. Ich habe sie analog der legendären 'Springschwanzzucht in der Wohnzimmerkommode' auch schon auf sterilisiertem Laub angesiedelt - sie mögen es. Zu Testzwecken unterhalte ich hier eine Kultur, wo anstatt von Futter nur alter Kaffeesatz drin ist - auch das scheint halbwegs zu funktionieren... 

  • Bei mir stehen sie im Zimmer, da die Kulturen (Kokosfasern etc.) nicht riechen, stören sie nicht weiter. Die Kompostkultur steht als 'Backup' in einem kühlen Nebenzimmer. Wenn man die Sache systematisch angeht (größere, flache Zuchtschalen, dicht schließender Deckel mit Luftloch, Substrat aus homo-
    genisiertem Eichenlaub mit etwas Zufütterung von Springschwanzfutter, große, flache Rindenstücke zur Entnahme, dazu passender Abklopfbehälter), so kann man damit wahrscheinlich mit einer besseren (Volumen/Aufwand/Umstände) zu (Gramm Biomasse) - Relation Futter erzeugen, als mit dem Fliegenchaos...

  • Drei Hinweise:
    - Selbstmordrate: Bei bestimmten Gefäßen (Eiscremedosen) schaffen es die Jungasseln unter den Rand durchzukrabbeln, fallen dann nach draußen und vertrocknen dort. Bei dicht schließenden Eimern, Dosen etc. gibt es keine Probleme. Ein kleines Luftloch mit Gaze oder so gedichtet genügt übrigens völlig.
    - Feuchtigkeit: Wie beim Blumen gießen von Trockenpflanzen: Wenn der Topf anfängt, verdächtig leicht zu werden, macht man ihn wieder feucht, nicht NASS! Bei den Asseln grabe ich hierzu immer eine kleine Kuhle am Gefäßrand, gieße dort etwas Wasser rein - etwa so, dass das untere Drittel des Substrates wieder feucht ist.
    - Entnahme: Das Geheimnis des glücklichen Asselzüchters liegt in der erfolgreichen Entnahme der Biester! Gut bewährt sind Rindenunterseiten und Naturkorkstücke, Presskork lieben sie nicht so. Wichtig: Je planer die
    Unterseite der Rinde am Substrat anliegt, desto Assel! Im Zweifelsfall schart man sich eben im Substrat einen flachen Hügel, presst die Rinde dort ein wenig an und schon passen Rindenwölbung und Substrat: Je enger diese Auflage, desto größer die Bereitschaft der Assel, sich kopfüber an die Unterseite des obenliegenden Teiles zu heften. Zum Abklopfen habe ich eine Dose, wo unten eine Art Kreuz eingeformt ist. Beim Abklopfen von großen Korkstücken schlägt der Kork somit immer auf diesen Querstreben auf, so werden keine bereits runtergefallenen Asseln zerquetscht.

  • Für die weißen Asseln braucht es nicht unbedingt Kokoshumus, sondern es geht im Prinzip auch jedes andere feuchtkrümelige organische Material. Kokoshumus hat aber den Vorteil, dass er recht locker bleibt. Den
    Kokoshumus gibt es als gepresste trockene Ziegel in vielen Terrariengeschäften, Baumärkten, Gartencentern und auch dritte Welt Läden. Je nach Laden zwischen 3 und 6 DM. Im neuen Mergus Terrarien Atlas Band I (Kulturgeschichte, Biologie und Terrarienhaltung von Amphibien, Schleichenlurche, Schwanzlurche,
    Froschlurche) steht zu diesen Asseln: "...Man züchtet diese Tiere in flachen Behältern, die zur Hälfte mit
    Rindenmulch gefüllt sind. Als Futter dient diverses stärkehältiges Gemüse, am besten Kartoffelscheiben, aber auch Champignons und Kleie. Nur alle zwei Wochen benötigen diese Asseln neue Nahrung. ..."

  • Neben Kokoshumus geht im Prinzip auch jedes andere feuchtkrümelige organische Material, wie eben Torf. Kokoshumus hat aber den Vorteil, dass er recht locker bleibt. Die Asseln leben primär im Boden, sammeln sich aber eben auch unter Gegenständen wie Rindenstücke, die auf dem Boden liegen. Den Kokoshumus gibt es als gepresste trockene Ziegel in vielen Terrariengeschäften, Baumärkten, Gartencentern und auch dritte Welt Läden.
    Je nach Laden zwischen 2 und 6 DM. Verfüttert hab ich sie bisher noch nicht, da ich keine PFGs habe und meinen Laubfroschnachzuchten hatte ich sie bisher noch nicht angeboten. Allerdings habe ich angefangen sie langsam in meinen feuchtwarmen Vogelspinnenterrarien als "Gesundheitspolizei" anzusiedeln => sollen dort Futterreste und Schimmel fressen. Ein frisches Chitinknäuel, das nach einer Vogelspinnenmahlzeit von einem Heimchen übrig bleibt, ist in wenigen Tagen restlos von noch anheftenden Stoffen befreit, so dass nur noch das trockene Chitin übrig bleibt. Die Asseln stürzen sich regelrecht auf die Futterreste und belagern sie mit einer Asselschicht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass sie von PGFs (gern) gefressen werden: sind hell (=auffallend) und weichäutig. Weiß aber nicht wie schnell die sich im Terrarium verstecken. In ihrer Zuchtdose sind sie wie gesagt primär im lockeren Boden oder unter dem Rindenstück.

  • Und vor kurzem hab ich festgestellt, dass sie auch ganz gerne Laub fressen. Habe zu Deko Zwecken trockenes Eichen- und Buchenlaub in meine Vogelspinnenterrarien. Nachdem es etwas Feuchtigkeit gezogen hatte, haben
    sich die Asseln sofort darüber her gemacht. Es ist nur noch das Gerippe übrig geblieben. Ich habe jetzt auch Laub in meine Assel Zuchtbox und auch da bleibt von dem Laub nicht viel übrig!

  • wenn Futter auf dem Boden liegt, zeigen sie sich auch tagsüber beim Fressen. Am besten Fischfutter auf den Boden streuen, dann müssen sie rauskommen. Bei Karottenscheiben werden sie primär darunter sitzen und von
    unten daran nagen. Sie "beweiden" auch gerne morsches Holz. Sitzen in meinen Vogelspinnen Terrarien oft am Fuße der (Morkien-) Wurzeln, da wo diese feucht sind, und fressen vermutlich das Holz, oder Schimmel der sich darauf bildet. Sie bewegen sich aber nur auf feuchtem Holz, nie auf trockenem. Seit dem ich sie in meinen Vogelspinnen Terrarien als "Saubermänner" habe, schimmelt da auch nichts mehr. Die vernichten den Schimmel schon vorher. Ist ganz gut zu beobachten, wenn ich zu viel Weizenkleie in die Assel Zuchtkiste gebe und in
    dem feucht-warmen Klima dann watteartiger Schimmel aufblüht. Die Asseln sitzen sofort an den Schimmelfeldern und nach ein paar Tagen ist der ganze Schimmel wieder weg! 

  • Zuchtfutteransatz von Dirk Huppert
    diese Mischung aus Eichenlaub, Moos und Rinde (2:2:1) kann man pulverisiert nicht nur an Quappen, sondern auch Springschwänze verfüttern (und Asseln). Viele Futter schimmeln und sind so ungeeignet, über mehrere Tage unaufgefressen im Zuchtbehälter zu bleiben. Der HH-Brei und das Wald-Pulver können einem da viel Arbeit sparen. Das Pulver kann auch beim Ansetzen schon reichlich unter das Substrat gemischt werden. Vor dem Pulverisieren das Abkochen (/Trocknen) nicht vergessen, sonst holt man sich sonstwas in die Kulturen.

  • mit Torf halb gefüllte, 30 x 20 x 8 cm große Kunststoffboxen, darauf einige flache Korkrindenstücke, worunter man das Futter geben kann. Die Boxen habe ich auf den Lampenkästen meiner Terrarien stehen. Die Asseln brauchen es ziemlich warm. Als Futter gebe ich Zierfischflockenfutter und dünne Schalen von Kartoffel und Möhre. Man sollte auf recht hohe Feuchtigkeit im Behälter achten. Die Tiere vermehren sich sehr langsam, so dass man sie eher nur als Beifutter nehmen kann. Meine Frösche stürzen sich aber regelrecht darauf. Probleme mit Milben o.ä. hatte ich noch nie.

 

Bohnenblattläuse

Bohnen- oder auch Erbsenblattläuse sind ein ausgezeichnetes Futter für sehr kleine Pfeilgiftfroscharten. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie sich nichts aus Bromelien, Orchideen und Farnen machen, sondern nur auf den genannten Hülsenfrüchten fressen. Trotzdem ist ihre Zucht alles andere als wenig arbeitsaufwendig, denn man muss immer Bohnenkeimlinge bereit halten. Ich habe selbst noch keine Zuchterfahrungen mit diesen Futtertieren gemacht, weshalb ich Ihnen Thomas Schäffers Froschseite unter der Rubrik Blattläuse empfehle.

 

Wanderheuschrecken

Wanderheuschrecken bewähren sich bei mir schon seit Jahren als Futtertier für die meisten insektivoren Terrarientiere, da sie in fast allen Größen verfügbar sind. Man kann sie hervorragend in Wohnräumen züchten, denn sie sind nahezu geruch- und geräuschlos, nicht ausbruchsfreudig und benötigen hohe Temperaturen. Selbst manche Pfeilgiftfrösche wie z.B. Phyllobates terribilis akzeptieren die kleinen, frisch geschlüpften Heuschrecken. Einen detaillierten Zuchtbericht mit reichlich Bildern, der in der REPTILIA erschienen ist, kann man sich hier ansehen: 

Zucht der Ägyptischen Wanderheuschrecke (Locusta migratoria)

 

 

 

 

Stuben- und Schmeißfliegen

Zucht von stummelflügligen Stubenfliegen ("Terreflies") von Martin Haberkern

Nach wie vor verwende ich das gleiche Rezept, mit dem ich noch nie Schimmel hatte. Wie jede Fliegenzucht riecht man die Sache ein bisschen. Bei mir ist der Raum so groß, dass es kaum merklich ist. Ganz in der Nähe allerdings ist es nicht so angenehm. Im ganzen Zuchthäuschen sind vier Dinge drin: 1 Wasserspender, 1 Futterschale, 1 Schlupfdose und 1 Legedose. Zum Fressen bekamen die Fliegen in einem Schälchen Milchpulver und Würfelzucker. Zum Eierlegen gab ich ihnen in eine Dose Milchpulver, Kindergrieß und Kinderfruchtbrei. Auf diese Mischung kam eine dicke Schicht Weizenkleie. Die Dose füllte ich mit Wasser und ließ die ganze Mischung kurz 'einsumpfen'. Danach presste ich diese Pampe aus und fertig war die Legedose. Etwa zwei Wochen, nachdem die Fliegen aus der Schlupfdose geschlüpft sind, sind in der Legedose Hunderte, wenn nicht über tausend Maden. Die entnehme ich dann und verteile sie in mehrere Schlupfdosen. Eine davon hebe ich auf für die neue Zucht und die anderen werden nach dem Schlupf verfüttert. Die Produktion ist immens und es gibt fast zu viele Fliegen. Mit diesem Zuchthäuschen entfallen die einzelnen Becher und es braucht auch recht wenig Platz. Billig - praktisch - bewährt!

Ich selbst züchte meine Terreflies in abgeschnittenen PET Colaflaschen (1,5 l). Dahinein fülle ich das Substrat, das Martin oben erwähnt: Zucker, Milchpulver, Haferflocken und mische noch einige Hobelspäne für Nager zur besseren Durchlüftung darunter. Alles wird gut angefeuchtet.  Darauf kommt eine Schicht Holzwolle, die Fliegen und ein Nylonstrumpf - fertig! Vorteil: Man muss keine Säuberungsarbeiten durchführen, alles läuft in einem Behälter und der wird danach weggeworfen.

Wem das zuviel Aufwand ist, der kann sich auch im Angelgeschäft gekühlte Fliegenmaden besorgen und diese dann regelmäßig zu Fliegen heranzüchten. Wichtig ist, dass die großen Schmeißfliegen vor dem Verfüttern selbst noch ein bis zwei Tage fressen können, weil ihr Nährwert sonst ähnlich Pappmaschee ist. Gerade Laubfrösche lieben die "surrenden Brocken" und springen begeistert hinterher!

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Schaben

Schaben sind nicht nur hinsichtlich ihrer Endgröße, sondern auch im Auslöseverhalten von Ekelgefühlen der Mitbewohner sehr unterschiedlich. Gerade ersteres ist für die Auswahl als Futtertier von entscheidender Bedeutung. Besonders die tropischen Arten sind für die Zucht gut geeignet, möchte doch keiner von sich behaupten, zu Hause wirklich Kakerlaken zu Fütterungszwecken zu züchten. Man sollte seine Entscheidung auch ein wenig an der Geschwindigkeit und Ausbruchsfreude der Tiere festmachen. Während die großen Arten wie die Argentinische Riesenschabe, Totenkopfschabe oder Fauchschabe für größere Froscharten geeignet sind, kann man mit den kleineren Larvenstadien der Grünen Schabe auch den einen oder anderen Leckerbissen für kleinere Froscharten bereithalten.

Für die Argentinische Riesenschabe (Blaptica dubia) eignen sich am besten Aquarien, die mit einem Drahtgazedeckel verschlossen werden können, da die Männchen flugfähig sind. Bei mir hat sich eine Einstreu aus Hafer- oder Hundeflocken bewährt. Darüber schichtet man bis zum Deckel Eierkartons, zwischen denen die Weibchen ihre Jungen zur Welt bringen können. Auf die obere Schicht sollte man täglich frisches Obst oder Gemüse auslegen und ggf. eine flache Trinkmöglichkeit bieten. Der Behälter sollte warm (z.B. auf einem Heizkabel) und abgedunkelt stehen. Mit etwa 50-100 Zuchttieren ist die Zucht sehr produktiv, weitestgehend geruch- und geräuschlos. Die sollten um die 30 °C Wärme bekommen, wenn sie in der Wohnung ausbrechen, halten sie sich zwar, vermehren sich aber nicht weiter. 

Die Grüne Schabe ist wesentlich kleiner und wesentlich schneller, weshalb das Verfüttern schon deshalb einige Probleme mit sich bringen kann. Für ihre Zucht verwendet man üblicherweise Plastikdosen mit einem feuchtigkeitsspeichernden, krümeligen Material (wie z.B. Kokoserde) als Substrat. Darin entwickeln sich die Larven und ernähren sich von organischem Material, was man auf den Bodengrund streut (z.B. Möhrenscheiben). Die Weibchen, die wesentlich größer sind als die Männchen, sind etwas weniger ausbruchsfreudig, letztere fliegen beim Öffnen der Behälter jedoch sofort auf, bzw. rennen (!) davon. Aus diesem Grund stellen manche Züchter die Zuchtdosen vor dem Entnehmen der Tiere für einige Zeit in den Kühlschrank... Die Akzeptanz ist wohl nicht zuletzt wegen der ansprechenden grünen Farbe bei den Terrarientieren sehr hoch.

 

Regenwürmer

Angelgeschäfte bieten Laub- und Tauwürmer als Angelköder für wenig Geld an. Natürlich kann man sich die Würmer genauso gut auch draußen selbst fangen. Laubfrösche und viele Kröten lieben die langen Gesellen und verspeisen sie direkt von der Pinzette!

 

Schlupfwespen

Mit diesen Futtertieren habe ich bislang keine eigenen Erfahrungen. Klingt aber viel versprechend. Wenn jemand Interesse hat, welche zu bestellen, bitte melden, ich beteilige mich. In Deutschland bekommt man sie unter www.nuetzlinge.de oder www.re-natur.de/shop/b1a.html

  • "Parasitische Schlupfwespen" sind ein gutes Aufzuchtfutter für alle Frösche, sogar für kleine D. pumilio. Es handelt sich dabei um eine große Gruppe von Hymenoptera, die von kleinsten Fliegenparasiten bis hin zu riesigen Spinnen- oder Insektenparasiten reicht. Die, von denen ich hier spreche, sind Fliegenparasiten und beinhalten mehrere Wespenarten. Sie sind winzig und schillernd schwarz. Man kann sie als Kultur bestellen (http://www.insectary.com/default.htm), wenn man angibt, dass man die Wespen für Frösche haben möchte, mischen sie die Kultur mit unterschiedlich alten Stadien), eine solche Kultur beinhaltet Holz-Chips und infizierte Fliegenpuppen. Ich splitte die Kulturen auf (danke an Dave Macias für diesen Tipp), verwende ein Viertel, das sofort schlüpfen kann und bewahre den Rest im Kühlschrank auf. Der Entwicklungszyklus dauert nur ein paar Tage bis zu einer Woche. Die Kühlschrank-Behandlung senkt zwar etwas die Schlupfrate, aber es bleiben immer noch Tausende von Wespen aus einer Kultur. Man kann den Kulturinhalt einfach in einer flachen Schale in das Terrarium stellen, wo dann die Wespen schlüpfen. Man kann auch eine umgedrehte Kokosnuss über diese Schale stellen, in die kleine Löcher gebohrt sind, dann ist die Schale besser vor Wasser geschützt. Ich füttere die Schlupfwespen an alle meine Frösche, von einigen anderen Froschpflegern weiß ich, dass sie die Aufzucht kleiner D. pumilio ohne Schlupfwespen nicht geschafft haben. Eine Kultur kostet ungefähr 13,- US$. (Anmerkung: Schlupfwespen sind stachellos und stellen damit keine Gefahr dar!) - Brent L. Brock
  • Wenn die mitgelieferten Fliegenpuppen nass und alt werden, neigen sie dazu zu faulen und als Grundlage für bakterielle Besiedlung zu dienen... möglicherweise werden sogar Toxine wie Botulinus gebildet. Man sollte sie also trocken lagern. Man kann die Schlupfwespen vor dem Verfüttern noch mit Insekten füttern, am besten mit stummelflügligen Fruchtfliegen (Drosophila melanogaster).- Tor H. Linbo

  • Die mitgelieferten Fliegenpuppen schlüpften bei mir nie, es waren immer nur Schlupfwespen, obwohl ich nicht weiß, ob der Parasitismus 100 % beträgt. - Brent L. Brock 

  • Man kann die Schlupfwespen auch züchten, dann genügt eine Starterkultur. Einfach einige Fliegenmaden im Angelgeschäft kaufen und zu den Wespen dazusetzen. Die Ausbeute ist enorm. Kein Futtertier, das man vielleicht die ganze Zeit züchten müsste, aber für Zwecke wie Aufzucht sehr gut geeignet. - Mick Bajcar @ www.thebdg.org

  • Die sogenannte "jewel  wasp" ist wissenschaftlich Nasonia vitripennis, die für die Fliegenkontrolle eingesetzt wird. Sie legt viele Eier in eine Puppe und ist damit sehr produktiv. Erfahrungen mit einer anderen Art, Melittobia digitata als Froschfutter stehen noch aus, diese soll bei Carolina Biologicals (http://www.carolina.com/tips/97mar/0397a.asp) zu beziehen und einfach zu halten sein. - Shin Sugiyama

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