|
Masse: maximale Breite: 170 cm, maximale Tiefe: 120 cm, maximale Höhe: 220 cm; 5 Seitenscheiben je: 70 cm x 140 cm Gewicht: ca. 300 kg Technik: Beleuchtung: In der Mitte 150 Watt HQI, seitlich je 2 mal 18 Watt Leuchtstoffröhren. Beneblung mittels Fakir-Ultraschallvernebler; Heizung: verläuft unter dem Lüftungsgitter am Fuss der Seitenscheiben durch 36 Watt thermoregulierendes Heizband. Filter: 24 h durch Eheim professional 2222. Entlüftung: alter Computer-Lüfter, der die Luft heraussaugt. Einrichtung: Rückwand aus 4 cm Presskorkeichenplatten. Bachlauf über halbierte Korkeichenstämme, treppenartig angeordnet über 1,5 m Länge und insgesamt 60 cm Gefälle. Endet in einem 40 cm x 80 cm großen Wasserteil. Grundstruktur durch einen großen Korkeichenstamm, große Zierhaseläste, Morkienwurzeln und Rebstockteile. Bodengrund aus Rindenschnipseln. Bepflanzung: Rankpflanzen, Bromelien, Farne und Moose. |
| Tiere zu Beginn: 2 Pärchen D. pumilio 'Siquirres' 3 Pärchen D. auratus 'Cahuita' 3 Pärchen Phyllobates vittatus 2 Pärchen Agalychnis callidryas 10 Hyla ebraccata, vermutlich 7,3 Werte: Im Winter Regenzeit mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit bis 100%, im Sommer Trockenzeit bei etwa 60% tagsüber. Während der feuchten Phase Temperatur tagsüber in Bodennähe bei ca. 22° Grad, ganz oben bis 28° Grad. In der trockeneren Sommerphase am Boden ca. 25° Grad, oben bis 36° Grad. Erfahrungen: Nach einer Einlaufphase während 2 Monaten waren viele Pflanzen schon gut angewachsen, andere waren vor allem im schattigen Bereich eher dürftig gediehen. Alle Frösche wurden gleichzeitig eingesetzt. Schon nach kurzer Zeit vermehrten sich die D. auratus und die Hyla ebraccata, nach etwa einem halben Jahr laichten die Agalychnis callidryas erstmals und dann auch die P. vittatus. Die D. pumilios vermehrten sich erst im 2. Jahr. Ich entnahm nie Gelege, sondern überließ sämtliche Zucht den Fröschen. Alle Arten vermehrten sich und im Wasserteil schwammen ständig Kaulquappen verschiedener Arten. Während der Regenzeit spritzte ich täglich von Hand, zusätzlich sorgte der Vernebler für hohe Luftfeuchtigkeit. Während der Trockenzeit füllte ich nur die Bromelientrichter mit Wasser, der Vernebler sorgte für mittlere Feuchtigkeit. 2 Mal wöchentlich wurde gefüttert: Springschwänze, verschiedene Drosophilas, Heimchen verschiedener Größe, Mehlmotten und gelegentlich Wachsmotten. Während des Sommer bestand das Futter fast ausschließlich aus Wiesenplankton. Die anfänglich 30 Frösche ließen sich gut zusammen halten. Nur einmal hatte ich einen ausgewachsenen Rotaugenfrosch beim Verschlingen eines jungen Bromelienlaubfrosches 'erwischt'. Ansonsten gab es keine Probleme mit der Vergesellschaftung. Ständig wurden einige Jungfrösche entnommen, damit die Froschdichte nicht zu stark wurde. Im letzten Spätsommer habe ich außer den Laubfröschen alle Frösche entnommen. Das Terrarium dient momentan nur der Laubfroschzucht. Bald möchte ich es noch ein bisschen besser einrichten, eine Beregnung einbauen und bei der Neueinrichtung Verbesserungen anbringen. Ein großes Terri ist eine stetige Herausforderung und verlangt nach immer optimaleren Bedingungen. Die Tiere zeigen durch den großen Raum ihr ganzes Verhaltensspektrum und der Pflegeaufwand hält sich in Grenzen, da ein großes System viel eigenständiger und stabiler ist. Das große Terrarium ist ein Blickfang und erlaubt durch die Größe enormen Gestaltungsfreiraum. Martin Haberkern
|
Grundriss-Skizze des Terrarium bei eingeschalteter Benebelungsanlage Innenraumansichten |
(c) t-eisenberg.de 2002
zurück zum Anfang der Herpetopage von Tobias Eisenberg @ www.t-eisenberg.de