Mein Tropenterrarium
von Arndt Ihmels
- Projekt II -


Vollglasterrarium in Panoramaform mit den Maßen 80 x 50 x 90cm (LxBxH). Im Terrarium ist ein beschichteter Styroporberg mit Wasserfall und Bachlauf integriert. Beide münden in einen ca. 8l fassenden, bepflanzten Wasserteil. Ein Außenfilter reinigt das Wasser und pumpt es nach oben, um Wasserfall und Bachlauf zu speisen.
Tierbesatz:
1.2 Dendrobates pumilio Bribri
1.1 Dendrobates auratus Taboga
![]() Bri-Bri Weibchen beim Kaulquappentransport
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![]() Erster Landgang....
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![]() Dendrobates auratus Taboga |
![]() Junger Bribri, seit ca. 3 Monaten an Land |
Pflanzenbesatz:
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Bromelien:
Guzmania theresa Neoregelia schultesiana Neoregelia lilliputiana Neoregelia ampullaceaNeoregelia chlorostica Neoregelia spp. Vriesea splendens Crypthantus spp. Aechmea victoriana
Farne:
Pyrrosia numularifoliaDischidia spp. Microsorum pteropus Microsorum steerei Microgramma tecta var. nana Microgramma nitida Microgramma spp. Polypodium vulgare Selaginella umbrosa Selaginella uncinata Selaginella repens Selaginella haematodes Selaginella kraussiana Selaginella wildenowii Selaginella spp. Vittaria stipitata Lycopodion spp. Nephrolepis exaltata Davallia pyxidata Davallia bullata Eichenblattfarn Pleopeltis percussa
Orchideen: Aerangis pumilioAerangis biloba Pleurothalis spp. (Mittelamerika) Masdevallia spp. (Kolumbien) Masdevallia infracta (S-Brasilien) Bulbophyllum ovalifolium Bulbophyllum wendlandianum Bulbophyllum lobbii Bulbophyllum comberi Bulbophyllum tingabarium Bulbophyllum crassifolium Bulbophyllum acutum Bulbophyllum makoyanumSigmatostalix radicans Oncidium bracteatum Brassavola nodosa Dendrobium lodigesii Dendrobium kingianum Dendrochillum filiformeNeolauchea pulchellaHaraella odorataLeptotes spp.
Kletterpflanzen:
Ficus scandens Ficus sp. (Kolumbien) Cissus discolor Cissus amazonica Philodendron erubescens
Moose :
Aerangis biloba Vesicularia dubyana (Java-Moos) Riccia fluitans (Sternlebermoos) |
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Technik :
Beleuchtung :
1 x 70 Watt HQI CDM-T 4.300° (Metalldampflampe)
2 x 24 Watt T5-Leuchtstoffröhren Daylight (4.300 °)
Durch die HQI-Lampe wird das Terrarium trotz der Höhe sehr gut ausgeleuchtet. Auch die Temperatur wird positiv beeinflusst und kann durch Veränderung des Lampenabstandes sehr gut reguliert werden.
Bewässerung:
- Außenfilter zur Speisung von Wasserfall und Bachlauf
Die Beregnungsanlage sorgt zwei- bis dreimal täglich für kurze Schauer. Zusätzlich erhöht der Ultraschallvernebler die Luftfeuchtigkeit.
Der Außenfilter befördert Wasser aus dem Wasserteil nach oben, um Bachlauf und Wasserfall zu speisen. Gleichzeitig reinigt er das Wasser.
Die Strahlungswärme der Leuchtmittel sowie die Konvektionswärme der Vorschaltgeräte reicht aus, um die gewünschten Temperaturen zu erreichen.
Klima:
Das dortige Klima zeichnet sich durch eine Regenzeit mit hoher Luftfeuchtigkeit (80-100 %) von Mai bis September, sowie einer Trockenzeit von Oktober bis April aus. Auch in dieser trockeneren Phase kommt es zu täglichen Schauern, die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 70 %.
Die Temperaturen unterliegen nur geringen jahreszeitlichen Schwankungen.
Die Tagestemperatur liegt zwischen 24 und 28 °C. Nachts kühlt es auf 20-22 °C ab.
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Im Terrarium habe ich versucht, diese Werte so gut es geht zu imitieren.
Vor allem der Wechsel zwischen Regenzeit und einer trockeneren Phase ist sehr wichtig, u. a. auch um das Paarungsverhalten der Tiere anzuregen.
Gestaltung:
Daneben dienen mehrere Epiphytenstämme der späteren Bepflanzung. Verwendet habe ich Xaxim-Stämme, Korkeiche sowie eine Liane.
![]() Verschiedene Epiphyten-Äste
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Wasserfall mit Java- und Sternlebermoos
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![]() Das Grundgerüst steht.... |
![]() .... fertig bepflanzt |
Erfahrungen:
Nach einer kurzen Einlaufzeit ist anfangs nur das Pärchen Bribri eingezogen.
Ganze zwei Tage hat es gedauert, bis das erste Gelege da war.... Seitdem legt das Weibchen während der Regenzeit sehr regelmäßig.
Die Kaulquappen werden sehr fürsorglich behandelt. Nach dem Schlupf transportiert das Weibchen sie einzeln in verschiedene Bromelientrichter, wo sie dann bis zur Metamorphose aufwachsen.
Alle zwei bis drei Tage kommt sie bei den Quappen vorbei und versorgt sie mit frischen Nähreiern.
Nach knapp drei Monaten ist die Metamorphose abgeschlossen und die kleinen Bribris kommen aus den Blattachseln geklettert.
Auch das Männchen beteiligt sich anfangs an der Brutpflege. Es bewacht die Gelege vor nicht vorhandenen Fressfeinden und sorgt dafür, dass die Eier nicht austrocknen. Das Männchen stimuliert die allgemeine Paarungsstimmung
Rufendes Bribri-Männchen
Die Jungfrösche belasse ich bei den Eltern im Terrarium. Sehr wichtig ist dann eine hohe Futtertierdichte, vor allem Springschwänze und Mikro-Wiesenplankton stellen in der ersten Zeit eine wichtige Futterquelle dar.
Die Vergesellschaftung mit Dendrobates auratus funktioniert problemlos. Beide Arten stammen aus demselben Habitat und aufgrund der Größe des Terrariums können sich die Tiere aus dem Weg gehen.